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29.03.2010, 18:02 Uhr | Übersicht | Drucken
Reinders: Mitglieder wollen sich stärker beteiligen

CDU-Kreisvorsitzender Reinders will aus Mitgliederbefragung Konsequenzen ziehen


Aurich/Wiesmoor/Norden. Über 133 der derzeit etwa 1000 CDU - Mitglieder aus dem Landkreis Aurich haben an der landesweiten Befragung der CDU in Niedersachsen unter dem Motto „VOLKSPARTEI der Zukunft“ teilgenommen. „Das ist zwar für erste Mal eine gute Beteiligung, die jedoch noch besser sein könnte“, sagte Kreisvorsitzender Hermann Reinders, der gleichzeitig auch stellv. Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Ostfriesland ist. Auf jeden Fall solle man das Ergebnis ernst nehmen und die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen. Im Kreisvorstand werde man gleich nach Ostern darüber beraten. Eventuell werde man die Befragung auf Kreisverbandsebene wiederholen und dabei die 20 Ortsverbände stärker einbinden, um ein noch repräsentativeres Ergebnis zu bekommen.
  • Die CDU in Niedersachsen hatte alle ihre Mitglieder vom 27. Februar bis 15. März  dieses Jahres nach Verbesserungsmöglichkeiten in der Parteiarbeit befragt. Nun liegt Hermann Reinders die Auswertung der Antworten der 133 CDU-Mitglieder aus dem Kreisverband Aurich vor. Die Befragung zeigt, dass sich die CDU-Mitglieder stärker in die Parteiarbeit einbringen möchten. Von den Antwortgebern wären 64 % bereit sich regelmäßig und 23 Prozent bereits sich gelgentlich aktiv in der Partei zu engagieren. Darüber hinaus würden rund 86 Prozent die CDU aktiv im Wahlkampf unterstützen. Rund 59,4 Prozent haben Interesse, 2011 auf einer CDU-Liste für ein kommunales Gremium zu kandidieren. „Das Angebot unserer Mitglieder, sich stärker in die Parteiarbeit einzubringen, werden wir selbstverständlich annehmen“, erklärte Reinders.
  • Hohe Priorität haben für den CDU-Kreisvorsitzenden dabei umfassende Beteiligungsmöglichkeiten der Mitglieder in der politischen Diskussion sowie die Stärkung der Mitgliederrechte. „Wichtig ist, dass unsere Mitglieder merken, dass wir sie benötigen. Sie müssen sowohl in Sachfragen wie auch bei Personalentscheidungen mitreden und mitentscheiden können. Deshalb haben wir auch bereits vor Jahren auf Orts-, Stadt- und Kreisebene das Urwahl-Prinzip weitestgehend umgesetzt“ , so Hermann Reinders. Bei der Mitgliederbefragung hatten gut 92 Prozent der Teilnehmer aus dem Kreisverband Aurich dafür votiert, ihre Kandidaten für den Deutschen Bundestag und den Niedersächsischen Landtag sowie für die kommunalen Spitzenämter (Bürgermeister- und Landratskandidaten) persönlich zu wählen. Reinders: „Bezüglich der Kandidaten für den Bundes- und den Landtag besteht diese Regelung bei uns bereits und hat sich bewährt. Was die Bürgermeister- und Landratskandidaten angeht, werden wir zukünftig ebenso verfahren.“ Außerdem sollen neue Mitglieder künftig schneller und besser in die Partei integriert werden. „Wir sollten Neumitgliedern von Anfang an Möglichkeiten eröffnen, sich in die Parteiarbeit einzubringen. Jedes Mitglied stärkt die CDU als Volkspartei und muss ein Angebot zur aktiven Mitarbeit bekommen“, sagte Reinders. Bei der Mitgliederbefragung hatten 62 Prozent der Teilnehmer aus dem Kreisverband Aurich angegeben, sie wünschten sich eine bessere Förderung des politischen Nachwuchses. Nach Reinders` Worten sollen die Ergebnisse der landesweiten Mitgliederbefragung auch in einen Leitantrag einfließen, den der CDU-Landesparteitag am 27. und 28. August dieses Jahres in Lingen beraten und verabschieden soll.

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